Der zwei Jahre alte Lando-Sohn mit dem passenden Namen Lando Junior hat bei den Rennen am Heiligabend in Deauville den Prix de la Hauquerie für sich entschieden, ein Maidenrennen für den jüngsten Galopper-Jahrgang.
Nach einem zweiten, dritten und fünften Platz schaffte Lando Junior nun den ersten Karrieresieg. Lando-Zweijährige hatten in diesem Jahr bereits anderweitig überzeugt. So stellte der siebenfache Gruppe I-Sieger im zu Ende gehenden Jahr seinen ersten zweijährigen Gruppesieger. In Frankreich gewann sein zweijähriger Sohn Calvados Blues den Prix des Chenes, ein mit 80.000 Euro dotiertes Gruppe III-Rennen.
In Düsseldorf legte am Tag nach diesem seinerzeitigen Gruppe-Sieg die Stute Pariala nach, gewann für Lando ein Maidenrennen für Zweijährige und empfahl sich für bessere Aufgaben. Sie gilt als Hoffnung für die Top-Rennen des Dreijährigen-Jahrgangs in 2009.
388 Jährlinge sind in England für das legendäre Epsom Derby des Jahres 2010 eingeschrieben worden, alleine 72 der genannten Kandidaten vertreten die Coolmore-Besitzerinteressen. Coolmores Deckhengste führen auch die Stallion-Rangliste der Derby-Hoffnungen an.
Montjeu ist mit 32 genannten Nachkommen die Nummer Eins, gefolgt von Galileo mit 30 gemeldeten Pferden. Galileo stellte in diesem Jahr mit New Approach den Sieger des Klassikers in Epsom.
Der unvergleichliche Sadler’s Wells schließlich hat 23 Nachkommen im Rennen. Tiger Hill, von Georg von Ullmann seinerzeit an Darley verkauft, kann auf die Zahl von elf seiner Nachkommen im Derby-Feld verweisen, liegt damit gleichauf mit Dynaformer und Selkirk. Danehill Dancer (19) und Azamour (12) liegen noch vor Tiger Hill, dem auf Rennbahn und in der Zucht hocherfolgreichen Danehill-Sohn.
Das Epsom Derby wird in der Saison 2010 am 5. Juni entschieden, 325 Pfund kostete die nunmehr erste Nennung. 1000 Pfund sind im März 2010 fällig, um im Rennen zu bleiben.
Nachnennungs-Optionen bestehen deren zwei: am 6. April 2010 ist es für 20.500 Pfund möglich oder schließlich noch am 31. Mai 2010, was denn satte 75.000 Pfund kosten würde.
Für die Sport-Welt-Leser und Turf-Fans hat sie schon lange Jahre Tradition. Die Stallparade der Sport-Welt. In wenigen Tagen geht es wieder los. Die Sport-Welt-Redakteure und Mitarbeiter schwirren in die Rennställe im ganzen Lande aus und berichten über die Cracks, Talente und Hoffnungen in den verschiedensten Trainingszentralen in ganz Deutschland.
Natürlich ist es unmöglich, sämtliche Trainer vorzustellen, sodass wie im Vorjahr nur diejenigen Trainer Aufnahme in die Stallparade finden, die in der Saison 2008 mindestens fünf A-Rennen (Deutschland und Ausland) gewonnen haben.
Zu Beginn der Stallparade, die im Januar startet, werden erst einmal die Trainer vorgestellt, die auch aktuell viele Pferde auf der Sandbahn am Start haben.
Drei deutsche Pferde starten am Heiligabend in Deauville. Davon hat Michael Trybuhls Arkando die schwerste Aufgabe. Der Kornado-Sohn (Foto) aus dem Kölner Olymp-Stall, der schon mehrfach auf der Sandbahn in der Normandie gewonnen hat, geht unter William Mongil in das mit 58.000 Euro dotierte Tierce-Handicap über 2400 Meter, in dem er, obwohl er frischer Sieger ist, nur als Außenseiter an den Start kommt.
Arkando ist jedoch nicht der einzige deutsche Starter, denn auch der Iffezheimer Trainer Dieter Fechner ist mit zwei Pferden im französischen Seebad vertreten, die beide von Dominique Boeuf geritten werden.
In einem Verkaufsrennen über 1500 Meter (14.000 Euro) startet der nachgenannte Ex-Auenqueller Global Dream, der auf den früher von Christian von der Recke trainierten Sky Crusader trifft.
In einem Verkaufsrennen für Dreijährige (1900 m, 15.000 Euro)bietet Fechner zudem die Stute Princess d’Etreham auf. Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag werden wieder deutsche Pferde in Deauville starten.
Der Big Shuffle-Sohn Kalderon aus der Zucht des Gestüts Fährhof musste zu Beginn der Woche in Irland aufgegeben werden. Bei dem achtjährigen Wallach, der zuletzt bei Trainer Tom Hogan stand, für den er sowohl über Hürden, als auch über die schweren Sprünge zum Gruppe-Sieger avancierte, kam es nach einer Operation, die nach einem Sturz im Oktober in Punchestown notwendig geworden war, zu Komplikationen.
“Dadurch, dass sich eine Platte, die man ihm eingesetzt hatte, verschoben hat, brach der Bruch am Ellbogen wieder auf, man konnte nichts mehr für ihn tun”, so Hogan.
Kalderon begann seine Karriere bei Trainer Peter Rau, für den er jedoch kein Rennen bestritt. Vierjährig kam er unter Regie von Ralf Suerland erstmals heraus, als Fünfjähriger, mittlerweile im Stall von Andreas Wöhler, marschierte er durch das Handicap.
Dann wurde er verkauft und wechselte zu Sascha Smrczek, für den er zum Listensieger in Frankreich avancierte und dort auf Gruppe-Ebene ins Geld lief. Zu Beginn des Jahres 2006 wurde Kalderon, der bei 45 Starts 15mal erfolgreich war, nach Irland ausgeführt.
Neun Rennen werden beim letzten Renntag der Saison 2008 am kommenden Sonntag in Dortmund-Wambel ausgetragen. Mit einem gutbesetzten Ausgleich II, der Wettchance des Tages, einem Zweijährigenrennen und der Championatsehrung (moderiert von Daniel Delius) bekommen die Besucher beim Saisonfinale noch einmal einiges geboten.
Nach dem Hauptrennen des Tages, dem Preis der Sandbahnspezialisten (7.Rennen, Agl.II 1950 m), zwischen 17 und 17.40 Uhr, werden die Meister der einzelnen Sparten im Wambeler Führring geehrt.
Der Ausgleich II verspricht ein ganz interessantes Rennen zu werden, denn der bei zwei Starts in Dortmund noch ungeschlagene und jeweils überlegen siegende Sprengel-Schützling Running Ernie (Foto) trifft in Form von Feather Cloud (Erika Mäder/Steffi Hofer) und Flying Sensation (Christian von der Recke/Rene Piechulek) auf weitere frische Sieger, die sich auf der Winterpiste ganz offensichtlich sehr wohl fühlen.
In der Wettchance des Tages werden diesmal die Sprinter auf Ausgleich IV-Ebene angesprochen. Auch hier kommt der Favorit mit Tomato finish aus dem Stall von Christian Sprengel.
Die Fans von New Fan haben nur acht Tage nach dem siebten Saisontreffer des Dashing Blade-Sohnes erneut die gelegenheit ihrem Star die Daumen zu drücken, denn er wurde für den Sprint-Ausgleich III nachgenannt. Auch mit erneutem Aufgewicht muss der Baltromei-Wallach noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung treffen acht Vertreter des Jahrgangs 2006 aufeinander, von denen gleich drei aus dem Quartier von Christian von der Recke kommen.
Auch die Amateure kommen wieder zu ihrem Recht, mit gleich 14 Startern ist der 5. Lauf zur Wintermeisterschaft der Amateure auch wieder sehr kopfstark besetzt.