Flamingo Fantasy gewinnt im Horner Hansa-Preis; Kamsin wurde Vierter
Er ist der ganz große Aufsteiger in der deutschen Grand Prix-Szene in der Saison 2009. Der von Waldemar Hickst für das Gestüt Park Wiedingen trainierte Fuchs Flamingo Fantasy schnappte sich nach seinem Sieg im Betty Barclay-Rennen nun auch den Hansa-Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen - Rudolf-August-Oetker-Gedächtnisrennen - in Hamburg-Horn.
Und wie er dieses mit 75.000 Euro dotierte Gruppe II-Rennen über 2400 Meter gewann. Als sein Reiter Andreas Suborics ihn in der Zielgeraden einsetzte, war die Entscheidung auf einen Schlag gefallen. Eine kurze Schrecksekunde gab es aber dennoch. Denn Mitte der Zielgeraden lief er bei seinem Angriff aus der Bahnmitte nach innen an die Rails, was die Rennleitung auch zu einer Überprüfung veranlasste.
Doch da der Fantastic Light-Sohn, der am Toto 58:10 zahlte, weit genug vor den Gegnern war, sahen die Stewards keinen Grund, irgendwelche Konsequenzen zu ziehen. Im Ziel hatte der Hickst-Schützling einen Vorsprung von zwei Längen auf den von sehr weit hinten noch gut endenden Favoriten Getaway, hinter dem Poseidon Adventure knapp den dritten Platz vor dem Derbysieger Kamsin belegte.
“Er hat sich von Rennen zu Rennen immer weiter gesteigert, einzig das Wegbrechen war ein Schönheitsfehler. Er ist jetzt in allen Gruppe I-Rennen hierzulande genannt”, so Trainer Waldemar Hickst nach dem Rennen.
Nicht unzufrieden waren auch die Trainer der platzierten Pferde. “Für den ersten Jahresstart war die Leistung o.k.”, meinte Jens Hirschberger über Getaway. “Der Rennverlauf war vollkommen okay, mit dem zweiten Platz sind wir zufrieden. Ich musste allerdings von sehr weit hinten kommen. Er zog noch gut an”, war auch Jockey Adrie de Vries mit dem Deutschland Comeback von Getaway zufrieden.
“Er ist gut gelaufen, vor ihm waren ja nur gestandende Gruppesieger”, konnte auch Wolfgang Figge mit dem Laufen von Poseidon Adventure leben.
Kamsin lief als Vierter besser als in Baden-Baden. “Das war schon in Ordnung, er musste ja allen Pferden auch Gewicht geben. Er wird nun in Düsseldorf laufen”, erklärte Asterblüte-Coach Peter Schiergen. Er ist besser gelaufen als in Baden, wir standen zwei Kilo über den Gegnern. Der Boden war hier schon zu fest, wenn er weicher gewesen wäre, hätten wir mehr erreicht”, so Andrasch Starke.
Er hat hier gestandene Grand Prix-Pferde geschlagen. Da er gut auf dem Posten war, haben wir uns auch hier etwas ausgerechnet. Er ist noch unreif, das zeigte der Haken, den er geschlagen hat. Dabei hat er aber keinen behindert, als er schnell nach vorne ging. Aus meiner Sicht ist noch viel von ihm zu erwarten”, so noch einmal Andreas Suborics über den Sohn der Diana-Siegerin Flamingo Road.

