Andreas Boschert

Größe: 1,63m
Niedrigstes Gewicht: 54kg
Geboren: 1969 in Heidelberg
Erster Ritt: Dezember 1986 in Frankfurt mit Manamo
Erster Sieg: Dezember 1986 in Frankfurt mit Hexer
Größte Siege: mit Baroon, Lomitas, Manzoni, Royal
Vorbild: Georg Bocskai
Lieblingsbahnen: Baden-Baden und Hamburg
Hobbys: kochen, Fisch und Nudeln isst er sehr gerne, wäre er nicht
Bei den Pferden gelandet, hätte er ein Lokal aufgemacht
TV: Krimis sind ihm zur Entspannung am liebsten
Musik: Von Pop bis Klassik alles
Lieblingsbücher: Dick Francis
Träume: gesund bleiben
• Andreas Boschert ist in Heidelberg geboren, aufgewachsen ist er in Walldorf
• Schon im Ponnyrennen gewann er gleich sein erstes Rennen, dann kamen noch 20 dazu
• Er machte ein Praktikum in Mannheim-Seckenheim bei Besitzertrainer Horst Rudolph
• In den Herbstferien schaute er sich den Rennstall von Carola Ortlieb in Frankfurt-Niederrad an, und sie stellte ihn dem Iffezheimer Heinz Jentzsch vor
• Am 15.11.85 unterschrieb er seinen Lehrvertrag
• Bereits 1987 war er mit 33 Siegen Lehrlings-Champion
• Nach der Lehre wurde er zweiter Mann am Stall von Peter Lautner
• 1992 wechselte er nach Bremen zu Andreas Wöhler und „Lomitas“
Himmelfahrt
1996 in Dortmund: Im vorletzten Rennen brach sich ein neben mir galoppierendes Pferd das Hinterbein und riß im Fallen mein Pferd um. Alles ging blitzschnell. Er hatte überhaupt keine Möglichkeit auszuweichen. Schlüsselbein zertrümmert, Prellungen, Quetschungen im Hüftbereich – acht Wochen musste er pausieren.
Passend zum Feiertag wurde er per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Es bedurfte viel Überzeugungsarbeit, dass die Jockeys im nächsten Rennen wieder aufs Pferd steigen, entscheidend war die Nachricht dass Andreas außer Lebensgefahr war. Andreas Boschert lag regungslos auf dem Geläuf und wurde erst später entdeckt. Es gibt ein Gerücht dass der Schlüssel des Wagens nicht gleich zu finden gewesen sei.
Versuch
In der Morgenarbeit hat er schon viele Pferde gesprungen. Jetzt wollte er es den Hindernisreitern mal zeigen. Ende November 1995 ließ er sich für ein Jagdrennen in Bremen melden. Sein Pferd hieß Allermann. Aber es ist doch etwas anderes wenn man mit zehn Pferden auf den Sprung zugeht. Trainer Wöhler gab ihm die Order: „Bleib erst hinten und schau, dass du heil zurückkommst“.
Er hatte einen guten Rennverlauf, verlor jedoch Mitte des Rennens die Lust, nur hinten rumzukrauchen und arbeitete sich vor. Er machte ein bisschen zu schnell Boden gut, dadurch reichte es nur zum dritten Platz. Im nächsten Rennen gewann Allermann überlegen unter dem Fachmann Ronny Lütke.
Es war für Andreas ein einmaliges Erlebnis, Wiederholung sehr unwahrscheinlich.
Karriereende
Jockey Andreas Boschert (Foto) wird zum Ende des Jahres seine Karriere beenden und endgültig in die österreichische Heimat seiner Ehefrau, wo er schon seit zwei Jahren seinen eigentlichen Wohnsitz hatte. Das teilte der 37jährige im Rahmen der Renntage in Baden-Baden mit.
Die Entscheidung kam nicht überraschend, schon im vergangenen Jahr hatte Boschert, der am Freitag mit Schützenjunker das Auktionsrennen gewann, damit geliebäugelt.
„Irgendwann im November werde ich das letzte Mal im Rennen reiten“, sagte er. Die bei Trainer Uwe Ostmann jetzt vakante Position des Stalljockeys wird möglicherweise nicht neu besetzt. (22.10.2007)

