Georg Bocskai
Größe: 1,68m
Niedrigstes Gewicht: 56kg
Nach Absprache: 55kg
Geboren: 1959 in Wien
Große Siege: mit Acatenango, Dream for Future, Lirung, Turfkönig
1984 Derby mit Lagunas
Championat: 1978, 1984, 1985, 1989
Vorbild: sein Vater
Stärken: Endkampf, Tempo taxieren und Stockwechsel
Lieblingsbahn: Große Bahen mit gutem Geläuf, z.B. Düsseldorf und Baden-Baden
Film: 20.000 Meilen unter dem Meer, Spielberg-Filme, E.T.
Bücher: Sach- und Geschichtsbüher, keine historischen Romane, sondern Dokumentarisches
• Sein Vater Paul Bocskai war ein gefragter Leichtgewichtsjockey
• Über verschiedene Umwege kam die ungarische Familie 1996 nach Iffezheim
• Seine Lehre begann er Ende 1975 bei Bruno Schütz in Köln
• Damals betrug die Lehrzeit 3 ½ Jahre
• Georg wurde bereits nach zweieinhalb Jahren zur Prüfung zugelassen, da er schon 1978 mit 110 Siegen deutscher Champion geworden war
• Sieben Jahre ritt er für den Stall Asterblüte, fast genauso lang war er am Stall Diana in Mülheim
• Sein großes Talent half ihm mit den schwierigsten Situationen im Rennen fertig zu werden
• Gewichtsprobleme die er durch radiales Abschwitzen in den Griff bekommen wollte, stellten zeitweise seine Gesundheit und damit seine Laufbahn in Frage
• Im Herbst 1997 unterschrieb er einen Vertrag bei Trainerin Erika Mäder
Wechselfall
Im Derby 1984 saß er auf Lagunas, der als zweijähriger viel Klasse zeigte. Im Jahr darauf erwies er sich als schwierig und eigenwillig.
Ohne große Zuversicht ging er ins Rennen. Mit Verzögerung sprang er ab, fünf bis sechs Längen lagen sie hinter dem Feld. Er ärgerte sich und dachte: verflixt, jetzt reitet er im Derby und sitzt auf dem falschen Pferd.
Resignierened nahm er ihn ganz nach außen. Es war tiefer Boden und er wollte nicht die Grasbrocken, die von den vorderen 21 Pferden in die Luft gewirbelt wurden im Gesicht haben.
Er machte nichts, überhaupt nichts. Das ging gut 1000 Meter so. Dann spürte er wie Lagunas sich streckte. Es passte ihm wohl nicht, dass alle vor ihm waren. Ganz vorsichtig schob er ihn an. Immer weit links außen, weg von den anderen Pferden. Langsam rückten sie vor, Platz um Platz. Zu Beginn der Geraden war der führende Apollonius, Favorit und Stallgefährte, noch etwa zehn Längen vor ihnen.
Doch nun waren beide wach – sie waren endlich im Rennen. Jetzt handelte er instinktiv. Lagunas bekam die zweite Luft. Mit links nahm er die Peitsche zur Hilfe. Mit jedem Galoppsprung kamen sie näher an die Spitze heran. Im Ziel waren sie mit kurzem Kopf vorne.
Diesen Wechsel von Resignation, Hoffnung und Triumph hat er nie mehr erlebt.

