Ambassador gewinnt den Großen Preis der Badischen Unternehmen - Kamsin wird nach Behinderung nur Fünfter.
Es dauerte fast eine halbe Stunde, dann stand nach dem Großen Preis der Badischen Unternehmen, dem absoluten Hauptrennen des Iffezheimer Frühjahrs-Meetings, erst der Sieger fest. Denn im Finish des mit 65.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennens war es hin und her gegangen, gleich mehrere Pferde behinderten, oder wurden behindert. So war für die Rennleitung viel Arbeit angesagt und sie musste auch den ursprünglichen Einlauf korrigieren.
Eigentlich war die Französin Tres Rapide als Erste vor Ambassador und Adelar über die Ziellinie gekommen. Hinter Sassoaloro, der von allem Trouble nicht beeinflusst wurde, kam der 18:10-Favorit Kamsin erst als Fünfter über die Linie.
Der Derbysieger wurde als Erster von der Siegerin behindert, doch ging der Samum-Sohn, der unterwegs hinter Lord Hill an zweiter Stelle galoppierte, zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr zwingend. So sah es auch Jockey Andrasch Starke. “Kamsin war schon geschlagen, als die Behinderung erfolgte”, so der Asterblüte-Stalljockey.
Tres Rapide behinderte bei ihrem zur Seite weichen aber auch Ambassador und da dieser ihre Bewegung mitgehen musste, legte sich dieser auch auf den stark endenden Adelar, der also auch beeinträchtigt wurde.
Die Rennleitung disqualifizierte daraufhin die Siegerin und setzte sie hinter Ambassador (126:10) und Adelar auf den dritten Rang. Zudem muss ihr Besitzer einen Gewinnausgleich in Höhe von 4000 Euro an den Besitzer von Kamsin bezahlen.
“Ich glaube, meine Stute war die beste im Feld. Sie hat es nicht verdient, disqualifiziert zu werden. Es gab viel Bewegung im Feld und ich bin etwas zur Seite gekommen, aber die Entscheidung ist falsch”, so Gerald Mosse, der Reiter von Tres Rapide.
“Ich hatte bis zu der Behinderung einen Super-Rennverlauf, lag unterwegs immer hinter Kamsin. Ohne die Störung hätten wir auch gewonnen, denn im Ziel war es ja sehr knapp”, erklärte Terry Hellier, der wieder mal einen Big Point landete.
Im Ziel hatte Ambassador, den Torsten Mundry in Warendorf vorbereitet, nur einen kurzen Kopf hinter Tres Rapide gelegen, eine halbe Länge dahinter kam Adelar über die Linie.
Einen Protest vom Besitzer des ursprünglichen Dritten Adelar gegen den ursprünglichen Zweiten Ambassador wurde von der Rennleitung dagegen abgewiesen.
Die Enttäuschung des Rennens war natürlich das Laufen von Kamsin, der auf gutem Boden einfach nicht so gut zu sein scheint, wie auf durchlässiger Bahn.





